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Untersuchungen

   

Vor der eigentlichen Untersuchung erfolgt eine ausführliche Anamnese, d.h. Befragung des Tauchers, um mögliche Erkrankungen und auch die Tauchvorgeschichte, z.B. auch Tauchzwischenfälle, zu eruieren. Ein Fragebogen nach den Empfehlungen der GTÜM soll vor dem Arztgespräch ausgefüllt werden und kann hier heruntergeladen werden.

Die körperliche Untersuchung des Tauchers umfasst neben der allgemeinen internistischen Untersuchung (Kopf und Hals, Herz, Lungen, Bauchorgane) auch eine Ohrspiegelung und eine orientierende neurologische Untersuchung.
Technische Untersuchungen
Bei jedem Taucher erfolgt eine Lungenfunktionsuntersuchung (Spirometrie). Dabei wird das Lungenvolumen gemessen und bei einem maximalen Ausatemmanöver festgestellt, ob die Atemwege normal weit oder verengt sind. Die wichtigen Parameter sind hier die Vitalkapazität (Beurteilung des Lungenvolumen) und die sog. Einsekundenkapazität (FEV1, Nachweis einer Atemwegsverengung).
Taucher bis zum 40. Lebensjahr erhalten ein EKG (Elektrokardiogramm), ab dem 40. Lebensjahr eine Fahrradbelastungsuntersuchung (Ergometrie). Bei der Ergometrie wird das Leistungsvermögen gemessen und nach Hinweisen für Durchblutungsstörungen am Herzen gesucht.
Weitere Untersuchungen wie Laboruntersuchungen und ein Röntgenbild des Brustkorbes (Röntgen-Thorax) erfolgen nicht routinemäßig, sondern nur bei entsprechender Fragestellung.
Bei Vorliegen von chronischen Krankheiten (insbesondere Krankheiten der Lungen oder Atemwege, des Herzen, der Ohren, des Nervensystems oder des Stoffwechsels, wie Diabetes mellitus), die möglicherweise gegen eine Tauchtauglichkeit sprechen, empfiehlt sich eine vorherige Rücksprache, um in diesem Fall unnötige Untersuchungen und damit Kosten zu vermeiden.
(Quelle: Tetzlaff K., Klingmann C, Muth C.-M., Piepho T., Welslau W.: Checkliste Tauchtauglichkeit. Stuttgart: Gentner 2009)